Am Justus-von-Liebig-Gymnasium fand auch in diesem Jahr der bereits zur Tradition gewordene Justus-MINT-Abend statt – eine Abendveranstaltung, die erneut zeigte, wie lebendig, vielfältig und inspirierend die MINT-Fächer sein können. Eingeladen waren die MINT-P-Seminare der 11. Jahrgangsstufe, die MINT&WR-W-Seminare der 12. und 13. Jahrgangsstufe mit ihren Kursleiterinnen und Kursleitern sowie das Erasmusteam. Im Rahmen der MINT-EC-Kooperation durften wir außerdem Gäste vom Jakob-Fugger-Gymnasium und vom Rudolf-Diesel-Gymnasium begrüßen, allen voran die beiden Schulleiterinnen Frau Angelika Felber (JFG) und Frau Susanne Täufer (RDG), die von Herrn Stefan Düll persönlich begrüßt wurden.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag von Prof. Dr. Karsten Borgwardt, Justus-Absolvent des Jahrgangs 1999 und heutiger Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried sowie Leiter der Abteilung für Maschinelles Lernen und Systembiologie. In seinem Vortrag gewährte er spannende Einblicke in seine eigenen Forschungsbereiche und zeigte eindrucksvoll, welche Rolle Künstliche Intelligenz heute und in Zukunft insbesondere in der Medizin spielt. Dabei gelang es ihm, hochaktuelle Forschung verständlich und motivierend darzustellen. Frau Sandu erfreute sich besonders am außergewöhnlichen Werdegang ihres ehemaligen Schülers, der einer Teilnahme am MINT-Abend spontan zugesagt hatte, an seinen positiven Erinnerungen aus der eigenen Schulzeit sowie an dessen Begeisterung für das renovierte Schulhaus!

Durch den Abend führte souverän das Erasmusteam, das nicht nur die Moderation übernahm, sondern zwischen den einzelnen Vorträgen immer wieder kurze Interviews mit Schülerinnen und Schülern unserer europäischen Partnerschulen führte. Diese persönlichen Einblicke bildeten gelungene Überleitungen zu den folgenden Beiträgen und unterstrichen den internationalen Charakter der Veranstaltung.

Im Anschluss wurden W-Seminararbeiten aus unterschiedlichen Fachbereichen präsentiert. Den Auftakt machte Sophia, die mit einem sehr anschaulichen und interaktiven Vortrag zur Muskatnuss das Publikum immer wieder aktiv einband und damit gleich zu Beginn großes Interesse weckte.

David und Timo vom Jakob-Fugger-Gymnasium beeindruckten mit einem hohen Maß an Fachwissen und technischen Fähigkeiten: In den Informatikvorträgen wurden die Konzeption und Entwicklung eines autonomen KI-gestützten Echtzeit-Tracking-Turrets sowie ein verfolgendes Bild vorgestellt – anspruchsvolle Themen, die die Leistungsfähigkeit schulischer Projektarbeit eindrucksvoll belegten.

Einen nachdenklichen und zugleich anregenden Beitrag lieferte Viktor vom Rudolf-Diesel-Gymnasium, der mit seiner Arbeit ein überzeugendes Plädoyer für Gedankenexperimente im Physikunterricht hielt und damit an die Arbeitsweise Albert Einsteins erinnerte.

Den Abschluss bildete Leonárd mit seinem Vortrag über die evolutionären Unterschiede von Fröschen im Landkreis Augsburg. Sein Beitrag war gleichermaßen amüsant wie lehrreich und bot insbesondere den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe einen einprägsamen und kurzweiligen Einblick in den Prozess der Erstellung einer W-Seminararbeit.

In der Pause sorgte das Abiball-Komitee mit Snacks und Kuchen für das leibliche Wohl der Teilnehmer.

Der Justus-MINT-Abend 2026 war ein rundum gelungener Abend, der wissenschaftliche Neugier weckte, zum Austausch anregte und das Potenzial engagierter Schülerarbeit ins rechte Licht rückte. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, Vortragenden und Organisierenden, die diesen besonderen Abend möglich gemacht haben!

Sebastian Kirscher